ECPAT Österreich, Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Rechte der Kinder vor sexueller Ausbeutung

Sexuelle Ausbeutung in Online Situationen

Hintergrundinfo

Mit der Nachfrage steigt auch das Angebot, so sind Schätzungen der Internet Watch Foundation zufolge derzeit weltweit 31.266 Websites mit kinderpornographischem Material online - Tendenz steigend.

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Netzwerke

ECPAT ist Mitglied im europäische eNACSO Netzwerk (European NGO Alliance for Child Safety Online), das nun bereits seit sieben Jahren zu Themen der Onlinesicherheit für Kinder arbeitet.

 

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Projekte & Kampagnen

Das "make-IT-safe 2.0 Peer-Projekt" soll Kindern und Jugendlichen einen sicheren und eigenverantwortlichen Umgang mit dem Internet vermitteln, um sich selbst und andere gegen Missbrauch im Netz schützen zu können.

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Aktivitäten

Hier finden Sie Infos zu aktuellen themenbezogenen Veranstaltungen wie Konferenzen, aber auch Ankündigungen über neues Kampagnenmaterial und Publikationen.

 

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In jedem Moment sind etwa 750 000 TäterInnen online auf der Suche nach minderjährigen Opfern, so die Vereinten Nationen und das FBI. Mit der Nachfrage steigt auch das Angebot, so sind Schätzungen der Internet Watch Foundation zufolge derzeit weltweit 31.266 Websites mit kinderpornographischem Material online. Die Tendenz ist leider steigend. Im Netz fühlen sich TäterInnen – AnbieterInnen sowie KonsumentInnen – durch Anonymität geschützt. Nationale Grenzen stellen keine Schranken dar. Die Geschwindigkeit und Mobilität erschweren die Strafverfolgung der AnbieterInnen und KonsumentInnen.

Was ist eigentlich…?

Unter Kinderpornographie versteht man die Darstellung sexueller Handlungen von, an oder vor Kindern. Das umfasst die Durchführung sexueller Handlungen von Kindern an Kindern (einschließlich sich selbst als Minderjährige/r) oder anderen Personen, von Erwachsenen an Kindern und das Ausüben sexueller Handlungen vor Kindern. Die pornographische Darstellung ist immer mit sexuellem Missbrauch verbunden. Das sogenannte Posing stellt eine Unterkategorie dar. Die meisten KonsumentInnen von kinderpornographischem Material bleiben angesichts der Datenfülle im Netz unentdeckt. Jene TäterInnen, die doch „erwischt“ werden, kommen in der Regel mit nur einer Geldstrafe davon. Für Opfer erweckt das den Eindruck, die Täter können sich „frei kaufen“. Erst mit der Verhängung einer Freiheitsstrafe gibt es die Option auf eine Therapie. Nur mit härteren Strafen und Therapien für TäterInnen können Kinder geschützt werden. Lesen Sie hier nach, wieso wir manchmal von Kinderpornographie sprechen und dann wieder von Missbrauchsdarstellungen von Kindern.

Bei Webcam-Sex zahlen Erwachsene dafür, Lifestream-Videomaterial von Kindern, die vor einer Webcam sexuelle Handlungen ausführen, zu lenken und anzusehen. Die TäterInnen bezahlen vorab für das Zusehen und die online Interaktion mit dem Kind. Bei Webcam-Sex mit Kindern fließen zwei Formen der sexuellen Ausbeutung von Kindern zusammen: Kinderpornographie und Kinderprostitution. Trotz des Verbots breitet sich diese Form der sexuellen Ausbeutung immer weiter aus. Bisher ist bekannt, dass sich die Täter vorwiegend in Industriestaaten aufhalten, die betroffenen Kinder hingegen leben vor allem in Entwicklungsländern.

Sexting – zusammengesetzt aus „Sex“ und „Texting“ (engl. für das Senden von SMS) – meint das gegenseitig Tauschen von anzüglichen (sexy) Fotos oder Videos über das Handy oder den Computer. Die erotischen Bilder oder Nacktaufnahmen werden vorerst oft „nur“ zwischen Pärchen oder besten FreundInnen verschickt, z.B. als eine Art Liebes- oder Freundschaftsbeweis oder zum Flirten. Wenn die Beziehungen oder Freundschaften aber in die Brüche gehen, landen einige der Fotos aus Rache auf diversen Handys bzw. öffentlich im Web oder werden zur Erpressung verwendet, z.B. damit weitere Fotos oder Videos geschickt werden. Sind solche Bilder einmal in Umlauf gebracht, besteht kaum noch die Möglichkeit, deren Verbreitung zu stoppen und sie können schnell in die falschen Hände geraten. So können einmal verbreitete Aufnahmen auch Jahre später wieder auftauchen und den Abgebildeten schaden (z.B. Jobsuche, Beziehungen).

Achtung: Mit Sexting kann man sich sogar strafbar machen! § 207a StGB verbietet die Herstellung von Kinderpornographie, also pornographischen Aufnahmen von unter 18-Jährigen. Verboten sind außerdem die Verbreitung (z.B. per SMS, Mail, Bluetooth), der Besitz (z.B. am Handy, in der Hosentasche, am Computer) und der Zugriff (Anschauen im Internet ). Auch Jugendliche ab 14 Jahren können sich also durch das Herstellen und Tauschen von pornografischen Handy-Videos oder Fotos von unter 18-Jährigen strafbar machen! Eine Ausnahme gilt nur für Fotos und Videos von mündigen Minderjährigen, also Jugendlichen über 14 Jahren. Hier ist sowohl das Senden als auch das Besitzen von pornografischen Aufnahmen nicht strafbar, solange es einvernehmlich ist. Das heißt, dass die Person selbst entscheidet, das Foto zu senden und auch nur die Person es behält, an die das Foto gesendet wurde. Nachwievor strafbar ist, wenn solche Aufnahmen unter Druck oder Zwang, im Rahmen eines Abhängigkeitsverhältnisses bzw. in Verbindung mit Erpressung entstehen. Strafbar ist auch das Verbreiten an bzw. durch Dritte, z.B. indem man das Foto in eine WhatsApp Gruppe lädt.

Grooming ist die Anbahnung sexueller Kontakte mit Kindern und Jugendlichen durch Erwachsene. Bei Cyber-Grooming geben sich Erwachsene oft als Jugendliche aus und versuchen so, sich Vertrauen zu erschleichen. Oft fragen sie nach intimen Informationen, verwickeln die Kinder in sexuelle Gespräche und ermutigen sie, sexuell eindeutige Fotos und Videos zu schicken. Die Bilder der Betroffenen werden oft auch in einschlägigen Kinderpornographie-Foren weitergegeben. Fühlen sich die betroffenen Mädchen oder Burschen irgendwann verunsichert und möchten den Kontakt wieder lösen, versuchen die TäterInnen ihre Opfer z.B. mit Drohungen einzuschüchtern, damit sie niemanden von den Vorkommnissen erzählen, oder erpressen sie mit den bereits erhaltenen Fotos und Postings („Du wolltest das ja auch, du hast ja mitgemacht“).

Grooming ist eine kriminelle Straftat! Es ist wichtig, sich dessen bewusst zu sein und Verdachtsfälle zu melden!

Mobbing ist das absichtliche und über einen längeren Zeitraum anhaltende Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen, Belästigen, Anpöbeln, Fertigmachen, Tyrannisieren (=bullying) oder Ausgrenzen anderer über digitale Medien.

Cyber-Mobbing findet vor allem im Internet (Soziale Netzwerke, Chats, Messenger, E-Mails …) oder per Handy (SMS, lästige Anrufe, Handyfotos und -videos …) statt. Die Attacken gehen in der Regel von Personen aus dem eigenen Umfeld aus. Die Besonderheit von Cyber-Mobbing ist, dass es 24 Stunden am Tag möglich ist, die TäterInnen (scheinbar) anonym agieren und über das Internet ein breites Publikum zugänglich und schnell unkontrollierbar werden kann.

Datenschutz ist das grundlegende Recht eines jeden Menschen auf den Schutz seiner persönlichen Daten in Computersystemen, wie z.B. Name, Adresse, Geburtsdatum. Besonderen Schutz genießen sensible Daten, wie Informationen über die Gesundheit, politische Einstellung, religiöse Überzeugungen, ethnische Herkunft und Sexualleben. Wurden Daten missbräuchlich verwendet oder veröffentlicht, besteht in der Regel Anspruch auf Schadenersatz. Jeder Mensch hat außerdem das sogenannte „Recht am eigenen Bild“, d.h. das Recht, zu bestimmen, wie eigene Fotos verwendet werden und ihre Veröffentlichung gegebenenfalls zu verweigern. In der Regel besteht das Recht auf Löschung eines Fotos, das für einen selbst nachteilig ist. Dasselbe gilt übrigens auch für Videos! Saferinternet.at bzw. der Internet-Ombudsmann und Rat auf Draht können dabei helfen, von diesem Recht Gebrauch zu machen.

Forderungen

Prävention von sexueller Ausbeutung von Kindern im Internet

  • Verstärkung der Prävention, insbesondere in Schulen, Jugendzentren betreffend den sicheren Umgang von Kindern und Jugendlichen im Netz. Dazu Verankerung von Peer-2-Peer Methoden, damit Kinder von Jugendlichen (Rollenmodelle!) selbstverantwortlichen Umgang im Netz lernen können.
  • Spezielle, niederschwellige Aufklärungs- und Informationsangebote für Eltern, damit diese ihre Kinder bei der Mediennutzung besser unterstützen und begleiten können.
  • Stärkere Verankerung eines umfassenden Konzeptes von Sexualpädagogik in Schulen bzw. im außerschulischen Bereich. Dazu müssen auch LehrerInnen, KindergärntnerInnen sowie sonstige Betreuungspersonen zu diesen Konzepten weitergebildet werden.
  • ECPAT ist nicht gegen legale Pornographie im Netz! Allerdings ist aus zahlreichen Studien seit Jahren bekannt, dass Kinder immer früher mit dem Konsum von so genannter „legaler“ bzw. für Erwachsene bestimmter Pornographie im Netz beginnen. Das hat lt. ExpertInnen u. U. weitreichende Auswirkungen auf Kinder, insbesondere auf deren Sozialverhalten, die Beziehung- und Liebesfähigkeit sowie auf die Entwicklung der Sexualität insgesamt.Daher vertreten wir die Ansicht, dass einerseits auch hier mehr Prävention für Kinder und Jugendliche, Eltern, LehrerInnen, ErzieherInnen etc. nötig ist, andererseits aber auch der derzeit sehr einfache und allzeit verfügbare Zugriff von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren auf Pornographie im Netz bzw. über Smarttelephone eingeschränkt werden sollte. So sollten etwa Betreiber von öffentlichen Wireless Netzen (z.B. in Gastbetrieben, Hotels bzw. Kaffeehäusern, wo auch Kinder und Jugendliche verkehren) standardmäßig einen Jugendschutzfilter aktiviert haben.

Projekt make-IT-safe 2.0

make-IT-safe 2.0: Gesundheitsförderung in der außerschulischen Jugendarbeit: Mit Peer-Education zur Medienkompetenz und Gewaltprävention

Projektleitung: ECPAT Österreich

Kooperationspartner: BJV, bOJA, BÖJI, Saferinternet.at; Regionalstellen: LOGO jugendmanagement Steiermark; akzente Salzburg

Projektdauer: 2 Jahre, 01.05.2016 - 30.04.2018

Digitale Medien gehören längst zum Alltag von Kindern und Jugendlichen und bilden einen wichtigen Bestandteil ihrer sozialen Kommunikation. Neben ihren unbestrittenen Vorteilen können Kinder und Jugendliche in diesem Zusammenhang aber auch Gewalt und Grenzerfahrungen ausgesetzt sein, die negative Auswirkungen auf ihre physische und psychische Gesundheit haben. Ob junge Menschen entsprechende Risiken und Gefährdungen vermeiden und mit ihnen umgehen können, hängt maßgeblich von ihrem sozialen Umfeld und ihrer (technischen wie sozialen) Medienkompetenz ab. Die Peer-Gruppe hat hier eine wichtige Vorbildfunktion. Das Projekt nutzt dieses Potenzial, um durch die Stärkung der Fähigkeiten von Jugendlichen, sicher und verantwortungsvoll mit digitalen Medien umgehen und dieses Wissen (peer2peer) an andere Jugendliche weitergeben zu können, zur Gesundheitsförderung und Gewaltprävention beizutragen.

Das vom Fonds Gesundes Österreich geförderte Projekt richtet sich an Einrichtungen der außerschulischen Jugendarbeit in Salzburg und der Steiermark. Zentrale Kooperationspartner sind akzente Salzburg und LOGO jugendmanagement, die in den Bundesländern eine wichtige koordinierende Rolle bei der Projektumsetzung einnehmen, sowie die BJV, bOJA, BÖJI und Saferinternet.at.

Nach einer Strukturaufbauphase werden in jedem Bundesland Jugendliche aus den teilnehmenden Einrichtungen zu „Peer Experts“ ausgebildet, damit sie ihr gewonnenes Wissen an ihre Peers weiter geben können. Die Methoden und Strategien zur Erreichung ihrer Peers entwickeln die Jugendlichen im Projekt selbst mit. Bewusstseinsbildende Maßnahmen zielen darüber hinaus auch auf andere MultiplikatorInnen der außerschulischen Jugendarbeit ab. Besonderes Augenmerk wird auf die Erreichung von sozial benachteiligten Jugendlichen gelegt.

Zentraler Eckpfeiler des Projekts ist die partizipative Entwicklung von niederschwelligen, praxistauglichen Methoden zur Vermittlung von Medienkompetenz und Gewaltprävention im Netz für die außerschulische Jugendarbeit. Damit soll letztlich zu einer nachhaltigen Veränderung von Strukturen und Prozessen in der außerschulischen Jugendarbeit beigetragen und auch deren Gesundheitsförderungsfunktion gestärkt werden.

Hier geht es zur Projekt-Website.

Projekt "make-IT-safe peer experts"

Von 2013 bis Ende 2014 wurde in fünf EU-Ländern das Projekt „Make-IT-Safe Peer Experts“ durch die jeweiligen ECPAT-Partner umgesetzt. Ziel des zweijährigen Projektes war es, Kindern und Jugendlichen einen sicheren und eigenverantwortlichen Umgang mit dem Internet zu vermitteln, damit diese sich selbst und Gleichaltrige gegen Missbrauch im Netz (etwa durch „Grooming“ oder „Sexting“) schützen können. Dabei wird die Methode der Peer-2-Peer Education angewandt. In Kooperation mit 10 PartnerInnen in Österreich (Schulen bzw. Jugendzentren/-gruppen) wurden 20 Jugendliche im Alter von 12-18 Jahren zu „Make-IT-Safe Peer Experts“ ausgebildet, um sich eigenverantwortlich und verantwortungsvoll im Netz bewegen zu können und dieses Wissen an andere Kinder und Jugendliche (ihre „Peers“) weiterzugeben.

Hier geht's zur österreichischen Projektseite.

Hier geht's zur internationalen Projektseite.

Netzwerke

eNACSO

Das europäische eNACSO Netzwerk (European NGO Alliance for Child Safety Online) arbeitet nun schon seit sieben Jahren zu Themen der Onlinesicherheit für Kinder. Ziel ist es den Schutz von Kindern vor Gefahren im Internet und die Umsetzung ihrer Rechte in Bezug auf neue Medien auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene durchzusetzen. Im neuen Projekt, eNACSO IV, werden 19 der 27 Organisationen, darunter ECPAT Österreich, mitarbeiten. eNACSO IV beobachtet die aufkommenden Trends und Entwicklungen in der digitalen Welt, in der Kinder aktive Teilnehmende sind. Die Ergebnisse werden dazu genutzt, sowohl eine politische Positionierung, als auch Empfehlungen und effektive anwaltschaftliche Strategien zu entwickeln, die darauf abzielen die Kinder zu schützen und ihr empowerment zu fördern. Das Netzwerk wird u. a. Workshops und Konferenzen veranstalten und Positionspapiere entwickeln, die über eine Vielzahl von Entscheidungsträgern, besonders auf der EU-Ebene verbreitet werden. Dabei orientiert sich das Netzwerk immer an den Initiativen der Europäischen Union. Zentrale Themen werden sein: 

  • Kinderschutz vor sexuellem Missbrauch und auch Belästigung online (Grooming und auch Cybermobbing),
  • das Recht der Kinder auf Privatsphäre und „vergessen zu werden“ (bezieht sich auf die Löschung und Nichtverbreitung seiner/ihrer Daten)
  • die Kontrolle des Internets aus kinderrechtlicher Perspektive.

 

Saferinternet.at - Beirat

Der Beirat unterstützt und berät die Initiative Saferinternet.at und dient der Vernetzung mit anderen Projekten, sowie dem inhaltlichen Austausch der Beiratsmitglieder untereinander. Neben NGO's wie ECPAT Österreich sind auch VertreterInnen von Bundesministerien und Jugendvereinen vertreten.

Aktivitäten

Neues Logo make-IT-safe 2.0

03. Mai 2017 - Juhu! Unser Projekt make-IT-safe 2.0 hat ein neues Logo! Wir haben uns dabei von unseren Peer Experts beraten lassen. Das Logo zeigt Jugendliche beim Selfie - Machen. Es soll auch zeigen, wie toll die Gemeinschaft bei den Peer-Aktivitäten ist, denn nur gemeinsam können wir uns gegen Gewalt im Netz zur Wehr setzen!

Unsere Peer-Expertin wurde ausgezeichnet!

28. März 2017 – Julia ist eine Peer-Expertin aus unserem Peer Education Projekt make-IT-safe! Seit dem Schuljahr 2013/14 engagiert sie sich, berät und informiert MitschülerInnen zu sicherem und verantwortungsbewusstem Umgang mit dem Internet. Ihre Peer-Aktivitäten hat Julia auch aus der Schule herausgetragen, so war sie zum Beispiel auch schon mit Workshops zur verantwortungsvollen Nutzung digitaler Medien in der außerschulischen Jugendarbeit aktiv!

Nun wurde die 16-Jährige, die schon mit 12 Jahren in das Projekt eingestiegen ist, mit dem Preis „Janusz 2017“ ausgezeichnet! Wir freuen uns sehr für sie.

Mehr Informationen finden Sie hier und hier.

make-IT-safe 2.0: Ausbildungsworkshop 2

02. März 2017 - Am 28. Februar 2017 fand in der Steiermark der 2. Ausbildungstag für Peer Experts & Coaches unseres Projekts "make-IT-safe 2.0" statt. Anhand interaktiver Methoden wurden Themen wie „Sex und Gewalt“ und „Social Media Profile und Achtsamkeit“ erarbeitet. Auch am zweiten Ausbildungstag war die Motivation groß, viele waren an dem Faschingsdienstag auch super verkleidet!

Einen großen Dank an alle beteiligten Jugendlichen und Erwachsenen sowie an unseren Partner LOGO jugendmanagement für die tolle Arbeit! Fotos des 2. Ausbildungstages finden Sie auf der Facebook-Seite und auf der Website von LOGO jugendmanagement.

Safer Internet Day und make-IT-safe 2.0

07. Februar 2017 – ECPAT Österreich macht anlässlich des Safer Internet Day auf das Potenzial der Peer-Gruppe in der Medienbildung aufmerksam und präsentiert erste Einblicke in das Projekt make-IT-safe 2.0. Hier geht's zur Pressemitteilung.

Weitere Informationen zum Projekt make-IT-safe 2.0 finden Sie auf der Projekt-Website.

Was ist der Safer Internet Day?

Der Safer Internet Day ist ein jährlicher Aktionstag, der heuer zum 14. Mal stattfindet. Unter dem Motto „Gemeinsam für ein besseres Internet“ soll an diesem Tag besondere Aufmerksamkeit geschaffen werden für die sichere und verantwortungsvolle Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen. International beteiligen sich über 100 Länder. In Österreich organisiert die Initiative Saferinternet.at die Umsetzung des Safer Internet Day, der in einen Aktions-Monat eingebettet ist. Mehr Informationen finden Sie hier.

make-IT-safe 2.0: Ausbildungsworkshop

27. Jänner 2017 – Am 27. Jänner fand in der Steiermark der 1. Ausbildungstag für Peer Experts & Coaches unseres Projekts "make-IT-safe 2.0" statt. Anhand interaktiver Methoden wurden Themen wie „Ich im Netz“, „Gewalt im Netz“ sowie Rollen und Aufgaben der Peer Experts und Coaches erarbeitet. Bereits am ersten Ausbildungstag war eine unbeschreibliche Motivation der TeilnehmerInnen spürbar!

Danke an alle beteiligten Jugendlichen und Erwachsenen sowie an unseren Partner LOGO jugendmanagement für die tolle Arbeit! Fotos des 1. Ausbildungstages finden Sie auf Facebook, und auf der Website von LOGO jugendmanagement.

Crowdfunding erfolgreich abgeschlossen

16. Jänner 2017 - Für unser partizipatives Jugendprojekt make-IT-safe 2.0 lief zwischen dem 19. Oktober 2016 und 15. Jänner 2017 Crowdfunding mit Unterstützung der BAWAG P.S.K.! Ganz herzlich möchten wir uns bei allen UnterstützerInnen bedanken! Dank Ihnen haben wir die Fundingschwelle erreicht und konnten das Crowdfunding erfolgreich abschließen.

Im Projekt make-IT-safe 2.0 sind Jugendliche selbst die ExpertInnen, werden zu Themen rund um sichere Internetnutzung, Hassrede, Sexting und Cybermobbing ausgebildet und geben dieses Wissen an andere Jugendliche weiter. Hier erhalten Sie ausführliche Informationen zum Projekt. Crowdfunding ist eine Art der Finanzierung, bei der viele einzelne UnterstützerInnen ein Projekt mit unterschiedlichen Beiträgen finanzieren. Viele kleine Beiträge ermöglichen also die Umsetzung unserer Idee make-IT-safe 2.0!

Videos im Projekt #makeITsafe

14. November 2016 - Julia wurde in unserem EU-Projekt make-IT-safe Peer Experts 2013 und 2014 zu Themen rund um sichere Internetnutzung ausgebildet. Sie hat Wissen zu Themen wie Sexting, Cyber-Grooming und Cyber-Mobbing erhalten, aber auch wie sie ihr Wissen peer2peer mit anderen Jugendlichen teilt.

Auch zwei Jahre später ist sie noch als Peer-Expert aktiv und wurde auch schon für ihr Engagement ausgezeichnet!

Nun gibt es zwei Videos mit Julia, die damit anderen Jugendlichen und Erwachsenen von ihren Erfahrungen berichtet. In Teil 1 beschreibt sie ihre Motivation am Projekt teilzunehmen und was sie aus dem Projekt für sich mitnehmen konnte. In Teil 2 geht sie genauer auf ihre Workshops ein.

TrainerInnen-Seminar im Projekt make-IT-safe 2.0

10./11. Oktober 2016 - Das Train-the-Trainer Seminar und der erste Entwicklungsworkshop für die Toolbox des Projekts make-IT-safe 2.0 haben stattgefunden! Viele tolle TrainerInnen aus der Steiermark und Oberösterreich sind zusammengekommen und haben gemeinsam Ideen, Inhalte und Methoden für die Ausbildung der jugendlichen Peer Experts entwickelt.

Unsere Peer-Expertinnen erhalten Preis

15. Juni 2016 - Im Namen der Kodek-Stiftung wurde auch in diesem Schuljahr vom Wiener Jugendrotkreuz der Wettbewerb „Jugend trägt Verantwortung“ausgeschrieben. Vier Projekte wurden dann am 24. Mai 2016 ausgezeichnet. Darunter finden sich unsere Make-IT-Safe Peer Experts Julia Chmela und Winona Eleazar aus Peer Education Projekt make-IT-safe! Seit dem Schuljahr 2013/14 engagieren sich Julia und Winona an der Schule AHS/WMS Contiweg. Sie beraten und informieren andere MitschülerInnen zu sicherem und verantwortungsbewussten Umgang mit dem Internet.

Mehr Informationen finden Sie hier und hier.

Vertreten bei Fachtagung "Social Media 2016"

18. Jänner 2016 - Am 27. Februar 2016 findet eine Fachtagung unter dem Motto „Social Media 2016 - Medien sind faszinierend, Medien verändern!“ statt. Diese ist Themen rund um sichere und verantwortungsvolle Nutzung von Internet, Handy & Co gewidmet. Die Veranstaltung der Congress Company findet im Europahaus Wien, Linzer Straße 429, 1140 Wien statt. ECPAT Österreich ist durch Geschäftsführerin Mag.a Astrid Winkler vertreten, die einen Workshop zu „Partizipation und Selbstermächtigung von Kindern und Jugendlichen im Umgang mit Social Media und Internet am Beispiel der Peer-to-Peer-Methodik.“ gestalten wird. Dieser findet von 13.15 – 15.45 Uhr statt.

Näheres zur Fachtagung, unter anderem das vollständige Programm und Details zur Anmeldung finden Sie hier.

Sexting: Regierung schlägt Änderung von § 207a StGB vor!

07. Juli 2015 - Unsere Bemühungen um Änderung des § 207a StGB „Pornographische Darstellungen Minderjähriger“ in Hinblick auf „Sexting“ haben Früchte getragen! Sowohl ECPAT Österreich als auch die Bundesjugendvertretung haben ja (nochmals) während des Begutachtungsverfahrens nochmals Stellungnahmen hierzu eingebracht. Am 7.7.15 hat der Nationalrat die Regierungsvorlage zum Strafrechtsänderungsgesetz 2015 bestätigt. Somit wird ab 1.1.2016 einvernehmliches "Sexting" (d.h. der Austausch von erotischen bzw. pornographischen Bildern/Darstellungen von über 14 Jährigen) nicht mehr strafbar sein. Nach wie vor strafbar ist es natürlich, wenn solche Aufnahmen unter Druck, im Rahmen eines Abhängigkeitsverhältnisses bzw. in Verbindung mit dem Ausnützen einer Zwangslage oder in erpresserischer Absicht zustande kommen!

Wir sind zuversichtlich, dass wir hier etwas im Interesse der Jugendlichen erreichen konnten – im Sinne einer Entkriminalisierung und Anpassung der Gesetzeslage an die Lebensrealität von Jugendlichen!

zur Pressemitteilung

Cybermobbing wird künftig hart bestraft

23. Juli 2015 - Durch die vom Nationalrat beschlossene Straftrechtsreform gilt Cybermobbing künftig als eigener Strafttatsbestand. Gemäß §107c des Strafgesetzbuches, "Wer im Wege einer Telekommunikation“ eine Person "in ihrer Lebensführung unzumutbar“ über "eine längere Zeit“ beeinträchtigt, kann zu maximal einem Jahr Haft oder einer Geldstrafe verurteilt werden. Begeht das Opfer Suizid, drohen bis zu drei Jahre Haft.

Unsere Peer-Expertin Julia wurde für ihr Engagement geehrt

23. Juni 2015 – Wir sind unheimlich stolz auf unseren Peer Expert Julia (vom P2P Projekt „make IT safe“) die auch nach dem Projektende weiterhin mit vollem Elan und Engagement Workshops zur Schulung Gleichaltiriger im sicheren Umgang mit den neuen Medien durchführt. Vergangenen Dienstag wurde die 14 jährige Julia im Rathaus von Stadtrat Christian Oxonitsch für ihr herausragendes Engagement geehrt!

ECPAT International beim UN-Menschenrechtsrat zur sexuellen Ausbeutung in Onlinesituationen

13. März 2015 - ECPAT International hat vor dem UN Menschenrechtsrat zwei Stellungnahmen zur sexuellen Ausbeutung in Onlinesituationen vorgebracht. Kinder werden zunehmend online ausgebeutet und das obwohl die wenigsten einen Zugang zum Internet haben. TäterInnenstrategien beziehen sich vornehmlich auf die Offlinewelt von Kindern, d.h. der Erstkontakt zu den potenziellen Opfern findet im sozialen Nahraum wie dem Schulumfeld der Kinder statt. Die Form der sexuellen Ausbeutung in Onlinesituationen ändert sich von der Herstellung von Missbrauchsdarstellungen (Fotos und Videos) verstärkt hin zu Liveübertragung des Missbrauchs per Webcam. ECPAT International betont, dass bei Präventionsmaßnahmen berücksichtigt werden müsse, dass ein Großteil der betroffenen Kinder keinen bzw. nur einen beeinträchtigten Zugang zum Internet haben.

Die vollständige Stellungnahme, die ECPAT International am 16.2.2015 vor dem UN-Menschenrechtsrat vorgetragen hat finden Sie hier.