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Fachartikel in TourismusWissen Quarterly
Kinderschutz im Tourismus
„..., da die Menschheit dem Kind das Beste schuldet, das sie zu bieten hat.“ (Erklärung der Rechte des Kindes, 1959)
Dieser Grundsatz aus der Erklärung der Rechte des Kindes ist universell und damit für alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche gleichermaßen gültig – auch für die Reisewirtschaft. Für die Aprilausgabe des TourismusWissen-quarterly stellte Kerstin Dohnal, Leiterin des Bereiches Kinderschutz im Kontext von Reisen und Tourismus, einen sechsseitigen Beitrag über die Verantwortung der Reise- und Tourismusindustrie zum Kinderschutz zusammen. Er dokumentiert die Bedeutung des Kinderschutzes im Rahmen der allgemeinen Nachhaltigkeitsbestrebungen und speziell die Rolle, die ECPAT Österreich dabei einnimmt. Als Teil des globalen ECPAT Netzwerks, arbeitet ECPAT Österreich gemeinsam mit nationalen und internationalen Partner:innen, daran, Kinder vor sexueller Ausbeutung zu bewahren, ihre Rechte zu schützen, und wirksame Lösungen zu entwickeln. Dabei gilt es Unternehmen zu begleiten, bei der Entwicklung von Dienstleistungen und Erlebnissen sichere Begegnungsräume für Kinder zu schaffen, Risiken zu erkennen und Kinder sowie Unternehmen, Regionen und Mitarbeitende gleichermaßen zu schützen.
Während in der Reiseindustrie das Thema Kinderschutz bisher immer noch fast ausschließlich in Verbindung mit Fernreisen in die ärmsten Länder betrachtet wird, beleuchtet dieser Beitrag auch Aspekte, die für Aufenthalte in österreichischen Regionen bedeutsam sind. Im Tourismus gibt es zahlreiche Begegnungsräume zwischen Erwachsenen und Kindern. In Österreich dürfen sich die Gäste auf eine Vielzahl an qualitätsvollen Angeboten für Familien freuen. Es gibt spezialisierte Unterkünfte, Kinderbetreuungsangebote, Erlebnisprogramme für Kinder, Kinderanimation oder einfach gemeinsames Spielen mit den Kindern der vermietenden Familien von Privatunterkünften. All das sind wunderbare Angebote, die allerdings auch Risiken mit sich bringen. Ist man sich als Unternehmen, Mitarbeiter:in und Führungskraft dieser Risiken bewusst und entsprechend vorbereitet, sind sie gut zu managen und der professionelle Umgang damit ein weiteres Qualitätsmerkmal. Und genau hier beginnt die Verantwortung der Reisewirtschaft. Trifft der Ernstfall ein Unternehmen oder eine Region nämlich unvorbereitet, so kann das verheerende Folgen für alle Beteiligten haben. Deswegen ist es sinnvoll, sich mit dem Thema Kinderschutz und entsprechenden Maßnahmen – je nach Risiko – auseinanderzusetzen, und für ein sicheres Umfeld für Kinder und Jugendliche, Mitarbeiter:innen, Unternehmen und Regionen zu sorgen.
Wie der aktuelle Stand der bereits über zwei Jahrzehnte bestehenden Arbeit von ECPAT Österreich mit der Reisewirtschaft ist, ob und wo der Kinderschutz im Tourismus bereits angekommen ist, welche Position die Tourismusforschung einnimmt und welche Initiativen auch Sie unterstützen können, um die Arbeit von ECPAT weiter voranzutreiben, können Sie in der 44. Ausgabe des TourismusWissen Quartely nachlesen.