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Stellungnahme zur EU-Strategie gegen Menschenhandel
Kinder müssen aufgrund ihrer besonderen Vulnerabilität in den Fokus rücken
ECPAT Österreich hat sich mit einer Stellungnahme am Konsultationsverfahren der Europäischen Kommission zur neuen EU-Strategie gegen Menschenhandel (2026–2030) beteiligt. Im Rahmen des „Have Your Say“-Verfahrens konnten Organisationen aus ganz Europa ihre Expertise in die Erarbeitung der neuen Strategie einbringen. ECPAT Österreich machte dabei deutlich, dass Kinder aufgrund ihrer besonderen Vulnerabilität stärker in den Fokus der europäischen Maßnahmen rücken müssen.
In der Stellungnahme fordert ECPAT Österreich unter anderem eine engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Strafverfolgungs-, Justiz- und Kinderschutzbehörden, sichere und spezialisierte Unterbringungsmöglichkeiten für betroffene Kinder sowie mehr Forschung zum Phänomen Kinderhandel. Weitere Schwerpunkte sind der Schutz unbegleiteter Kinder, die Bekämpfung von Ausbeutung und Missbrauch im digitalen Raum – auch im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz – sowie rechtliche Klarstellungen, damit Formen wie das Livestreaming von Kindesmissbrauch im Kontext des Kinderhandels besser erfasst werden können.
Die Europäische Kommission wertet die eingegangenen Stellungnahmen derzeit aus. Die Veröffentlichung der neuen Strategie wird im Laufe des Jahres 2026 erwartet.